PEUGEOT TotalEnergies absolvierte in Barcelona ein Rennen, dessen äußere Einflüsse eine umfassende Bewertung ermöglichten. Niederschlag vor dem Start, variable Streckentemperaturen und zwei Unterbrechungen verlangten präzise Entscheidungen bei Reifenwahl und Einsatzplanung. Beide 9X8 zeigten zu Beginn konkurrenzfähige Ansätze, ehe der Reifenverschleiß die Geschwindigkeit in späteren Stints begrenzte. Rang zwölf für die Startnummer 93 und Rang dreizehn für die 94 lieferten dennoch verwertbare Vergleichsdaten. Alex Quinn ergänzte das Fahreraufgebot bei Debüt erfolgreich.
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Duval und Di Resta vermeiden Zwischenfälle beim nassen Rennstart
Die Wetterlage änderte sich unmittelbar vor dem Start und zwang PEUGEOT TotalEnergies zu Entscheidungen unter Unsicherheit. Für Fahrten des PEUGEOT 9X8 auf einer regennassen Strecke lagen keine Erfahrungswerte vor. Nach einer Einführungsrunde begann das Rennen mit mehreren Zwischenfällen. Loic Duval und Paul Di Resta nutzten eine Fahrweise, um Gefahren auszuweichen. Beide blieben mit Fahrzeugen #94 und #93 unversehrt und arbeiteten sich aus dem Startfeld von Platz 15 beziehungsweise 17 nach vorn.
Konzentration und Strategie bringen Peugeot frühzeitig in die Spitzengruppe
Unter den schwierigen Sichtbedingungen war präzises Fahren besonders wichtig, zumal zwei Rennunterbrechungen den Ablauf zusätzlich beeinflussten. Die PEUGEOT-Fahrer bewahrten jedoch die Übersicht und nutzten freie Streckenabschnitte für Fortschritte im Feld. Beide 9X8 verbesserten sich schon in der ersten Phase des Rennens. Paul Di Resta erreichte nach ungefähr einer Stunde den sechsten Platz. Eine bewusst abweichende taktische Entscheidung verschaffte ihm anschließend sogar die kurzfristige Führung und verdeutlichte strategische Vorbereitung des Teams.
PEUGEOT gewinnt mit Slicks Tempo und entscheidende Reifendaten
Mit jeder trockener werdenden Runde stieg der Nutzen der Slick-Reifen gegenüber den zuvor erforderlichen Regenreifen. PEUGEOT TotalEnergies reagierte auf diese Entwicklung und rüstete beide Hypercars um. Dadurch verbesserten sich Traktion, Präzision und Rundenzeit, sodass ein Top-10-Resultat realistisch blieb. Der 9X8 bewies unter den instabilen Bedingungen eine wettbewerbsfähige Grundgeschwindigkeit. Für die Ingenieure entstand zugleich eine wertvolle Datengrundlage über Verschleißverläufe, Arbeitsfenster der Reifen und die Wirkung verschiedener Abstimmungsparameter im weiteren Saisonverlauf genau.
Di Resta, Cassidy und Quinn erreichen gemeinsam Platz zwölf
Der Rennverlauf änderte sich für die Startnummer 93 entscheidend, als nach einer Unterbrechung etwas mehr als zwei Stunden vor Schluss eine Runde Rückstand auf die Führenden entstand. Der PEUGEOT 9X8 konnte den daraus resultierenden Nachteil nicht mehr ausgleichen, sodass ein Top-10-Resultat außer Reichweite geriet. Paul Di Resta, Nick Cassidy und Alex Quinn belegten Platz zwölf. Der PEUGEOT 9X8 #94 folgte mit Loic Duval, Malthe Jakobsen und Theo Pourchaire auf dreizehn.
Peugeot verliert durch Reifenabbau Anschluss an Spitzengruppe im Schlussabschnitt
Duval hob vor allem die sichere Bewältigung des Regenstarts hervor. Während auf dem nassen Asphalt zahlreiche Fahrer mit schwierigen Bedingungen kämpften, blieb der PEUGEOT-Pilot fehlerfrei und vermied Schäden am Fahrzeug. Diese Grundlage erlaubte eine Anfangsphase. Nach dem Wechsel von Regenreifen auf Slicks war die Performance zunächst ausreichend, um konkurrenzfähig zu bleiben. Der später ausgeprägte Reifenverschleiß reduzierte allerdings die Angriffsgeschwindigkeit. Beide PEUGEOT 9X8 verloren im Schlussteil den Anschluss an die Teilnehmer.
Alex Quinn meistert erstes FIA-WEC-Wochenende überzeugend und lernt schnell
Beim Rennwochenende in Barcelona absolvierte Alex Quinn seinen ersten Wettbewerbseinsatz in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft für PEUGEOT TotalEnergies. Unter den besonderen Anforderungen eines Hypercars sammelte er Erfahrungen mit technischen Verfahren, Fahrerwechseln, Kommunikation und Rennstrategie. Seine Eingewöhnung verlief nach Angaben des Teams zügig und strukturiert. Emmanuel Esnault lobte insbesondere die Geschwindigkeit des Briten sowie dessen besonnene Herangehensweise und Anpassungsfähigkeit. Quinns Leistung bestätigt, dass er sich in die Mannschaftsarbeit integrieren und Fahrerkader ergänzen kann.
Der Peugeot 9X8 kehrt zum Saisonfinale nach Monza zurück
PEUGEOT TotalEnergies richtet den Fokus auf das Finale am 8. November in Monza. Die italienische Rennstrecke, bekannt für hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten, war 2022 Schauplatz des ersten FIA-WEC-Einsatzes des PEUGEOT 9X8. Deshalb verfügt das Team über eine besondere Verbindung zu diesem Kurs. Nick Cassidy geht davon aus, dass die Streckenführung dem Hypercar stärker entgegenkommt als der technisch anspruchsvolle Kurs in Barcelona. Die Auswertung der Veranstaltung soll Basis für Strategie und Abstimmung schaffen.
Die Ergebnisse von Barcelona spiegeln nicht das gesamte Leistungsbild von PEUGEOT TotalEnergies wider. Zwar blieben beide Fahrzeuge ohne Punkte, doch die wechselnden Bedingungen erzeugten umfangreiches Material für die technische Auswertung. Das Team prüfte Reaktionen des 9X8 auf nassen Asphalt, abnehmende Feuchtigkeit und unterschiedliche Reifenbelastungen. Daraus lassen sich Abstimmungs- und Strategieentscheidungen für Monza ableiten. Die Aufholphasen bestätigten das Tempo, während Alex Quinn einen überzeugenden ersten Renneinsatz absolvierte. Für Monza bleibt Zuversicht.

