Schmuckpflege im Sommer: Umgang mit Creme, Chlor und Salzwasser

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Die richtige Schmuckpflege im Sommer ist maßgeblich dafür, dass Ringe und Ketten lange schön bleiben. Dabei ist wichtig zu wissen, dass nicht jeder Schmuck überhaupt den Kontakt mit Chlor- oder Salzwasser verträgt.

Schmuckpflege im Sommer: Gut gepflegt durch die warme Jahreszeit

Wer auch im Sommer mit Gold und Silber glänzen will, muss sich um Ringe, Perlen und Ketten ein wenig kümmern. Nicht jeder Schmuck übersteht den Kontakt mit Chlor- und Salzwasser schadlos, teilweise erleben die Trägerinnen der Schmuckstücke eine unangenehme Überraschung: Plötzlich ist der heiß geliebte Fingerring grün! Die richtige Schmuckpflege im Sommer ist daher von immenser Bedeutung, denn Schönheit und Lebensdauer des Schmucks werden damit aktiv beeinflusst.

Mit Schmuck ins Wasser gehen?

Der Sommer bringt es mit sich, dass wir abends noch schnell in den See springen, tagsüber vielleicht die eine oder andere Bahn im Freibad ziehen und im Urlaub ans Meer fahren. Nun stellt sich allerdings die Frage, ob Schmuck den Kontakt mit Wasser übersteht oder ob er lieber vorher abgelegt werden sollte.

Wichtig ist bei der Beantwortung der Frage die Berücksichtigung des Schmuckmaterials:

  • Echtschmuck

    Echter Schmuck kann den Kontakt mit Wasser schadlos überstehen, er könnte allenfalls leicht anlaufen. Gold und Silber erscheinen dann matt bis ein wenig verfärbt. Mit einem speziellen Pflegetuch für Echtschmuck lassen sich derartige Verfärbungen aber leicht wieder entfernen. Einfach die betreffenden Stellen damit polieren und fertig. Eine spezielle Reinigungspaste ist dafür nicht nötig. Notfalls hilft die professionelle Reinigung durch den Juwelier, was vor allem dann empfehlenswert ist, wenn Schmucksteine vorhanden sind, deren direkte Umgebung sich oft schlecht polieren lässt.

  • Modeschmuck

    Trägerinnen von Modeschmuck sollten eher vorsichtig sein und der Schmuckpflege im Sommer besondere Aufmerksamkeit schenken. Verfärbungen können bei Kontakt mit Wasser ebenfalls auftreten, allerdings lassen sich diese nur schwer wieder entfernen. Außerdem stellen aufgeklebte Schmucksteine oder andere Details nicht selten ein Problem dar. Der verwendete Kleber löst sich teilweise bei Kontakt mit Chlor- oder Salzwasser auf, die Steine fallen heraus. Es ist daher besser, Modeschmuck vor dem Baden gehen abzulegen und lieber erst nach der Rückkehr vom Strandausflug wieder anzulegen.

Ringe, die eher locker sitzen, sollten immer abgenommen werden, dabei spielt das Schmuckmaterial keine Rolle. Auch Schmuck mit schlecht schließenden Verschlüssen sollte besser abgelegt werden, damit er nicht verloren geht. Hintergrund ist, dass im Wasser und hier vor allem im Salzwasser Finger schmaler werden. Der feste Sitz der Ringe könnte damit nicht mehr gewährleistet sein.

Echter Schmuck kann den Kontakt mit Wasser schadlos überstehen, er könnte allenfalls leicht anlaufen. Gold und Silber erscheinen dann matt bis ein wenig verfärbt. ( Lizenzdoku: Shutterstock- NeonShot132411)

Echter Schmuck kann den Kontakt mit Wasser schadlos überstehen, er könnte allenfalls leicht anlaufen. Gold und Silber erscheinen dann matt bis ein wenig verfärbt. ( Lizenzdoku: Shutterstock- NeonShot132411)

Sonnenbaden mit Schmuck

Und noch ein Punkt, der im Sommer bei Schmuck zu beachten ist: Nicht jeder Schmuck verträgt ein Sonnenbad unbeschadet. Grundsätzlich empfehlen Juweliere, dass Ringe, Ketten und Ohrringe vor Sonne und Hitze geschützt werden sollten, auch wenn es sich um Schmuck aus echtem Gold oder Silber handelt.

Sie können zwar nicht ausbleichen, doch vor allem eingelassene oder aufgeklebte Steine reagieren oft empfindlich. Opal und Amethyst werden zwar nicht durch die eine Stunde in der Sonne beschädigt, doch nach einem Strandurlaub in der Sonne sieht man ihnen die Belastung an. Leider können Schmucksteine nicht wieder aufgearbeitet bzw. poliert werden, wie das bei dem sie umgebenden Schmuckmaterial möglich ist.

Ein weiterer Grund dafür, mit Schmuck die Sonne zu meiden, besteht in der Temperatur. Metall kann sehr heiß werden, was bis zu Verbrennungen leichten Grades führen kann. Leichte Abdrücke entstehen gern bei Ketten und Ringen, selbst bei Ohrsteckern kann zu viel Sonne zu Problemen führen. Daher gilt: Ebenso wie Ohrschmuck und anderer Schmuck aus Schutz vor Erfrierungen im Winter abgelegt werden sollte, eignet sich Schmuck nicht für eine Dauerbestrahlung in der Sonne.

Tipp: Gold ist ein sehr weiches Metall und anfällig für Kratzer. Das weiß wohl jeder, der zum Beispiel einen Ehering aus Metall trägt und diesen bei allen Alltagstätigkeiten angelegt lässt.

Der Abrieb ist hierbei sehr groß! Wer sich also zusammen mit seinem Goldschmuck in den Sand legt, mag ein durchaus angenehmes Körperpeeling bekommen. Für den Schmuck hält sich die Annehmlichkeit aber in Grenzen, er trägt im schlimmsten Fall Kratzer davon, die kostenintensiv aufgearbeitet werden müssen.

Ringe, Perlen und Ketten mögen die warme Jahreszeit nur bedingt, daher wird eine besondere Schmuckpflege im Sommer nötig. ( Lizenzdoku: Shutterstock- Rkakoka )

Ringe, Perlen und Ketten mögen die warme Jahreszeit nur bedingt, daher wird eine besondere Schmuckpflege im Sommer nötig. ( Lizenzdoku: Shutterstock- Rkakoka )

Schmuck im Sommer: Sonnencreme als Feind

Ringe, Perlen und Ketten mögen die warme Jahreszeit nur bedingt, daher wird eine besondere Schmuckpflege im Sommer nötig. Dabei sollte auch der Faktor Sonnencreme berücksichtigt werden. Gerade bei Schmuckstücken, die mit feinen Rillen oder Linien verziert sind, kann Sonnencreme zum Problem werden. Sie setzt sich dort fest und lässt sich kaum herauspolieren. Selbst ein Ultraschallbad lockt das Sonnenschutzmittel nicht hervor. Gleichzeitig verbindet sich mit der fettigen Sonnencreme Schmutz, sodass der Schmuck schon nach kurzer Zeit ungepflegt aussieht. Teilweise wird eine professionelle Reinigung nötig.

Tipp: Für Perlen- und Korallenschmuck ist Sonnencreme ein wirkliches Problem: Die chemischen Inhaltsstoffe des Sonnenschutzmittels sorgen dafür, dass Korallen und Perlen ihre Farbe verlieren. Bekannt ist dies von verschiedenen Inseln, deren Bewohner schon lange darüber berichten, dass die Korallen ausbleichen und sterben. Wissenschaftler haben dafür die Sonnencreme ausgemacht, die seitens der Touristen in Massen in die Gewässer gebracht wird.

Wenn das schon solche Auswirkungen hat, stelle man sich den Effekt des direkten Kontakts von Sonnencreme und Korallenschmuck vor! Die betreffenden Inseln haben längst ein Verbot von Sonnencreme mit den Inhaltsstoffen Oxybenzon, Parabene und Octocrylen erlassen. Die Einhaltung der Vorgaben wird sogar kontrolliert und wer dagegen verstößt, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Erlaubt sind dann nur noch Sonnencremes, die biologisch abbaubar sind.

Zur richtigen Schmuckpflege im Sommer gehört auch, die edlen Schmuckstücke vor weiteren Einflüssen als nur vor Sonne und Wasser zu schützen. ( Lizenzdoku: Shutterstock-Alena Ozerova_)

Zur richtigen Schmuckpflege im Sommer gehört auch, die edlen Schmuckstücke vor weiteren Einflüssen als nur vor Sonne und Wasser zu schützen. ( Lizenzdoku: Shutterstock-Alena Ozerova_)

Schmuckpflege im Sommer: Gold und Silber in der warmen Jahreszeit schützen

Zur richtigen Schmuckpflege im Sommer gehört auch, die edlen Schmuckstücke vor weiteren Einflüssen als nur vor Sonne und Wasser zu schützen. Ein weiteres Problem können Diebe sein! Wer am Meer mit all seinem Schmuck auf der Decke liegt und dann baden geht, riskiert, dass ein Langfinger den zuvor abgelegten und vermeintlich gut geschützten Schmuck stiehlt.

Doch neben den menschlichen Dieben gibt es noch weitere Räuber: Möwen! Sie finden Schmuck einfach herrlich und entschwinden gern mit Ringen und Ketten, sobald sie ihrer habhaft werden. Besser ist es also, den Schmuck gar nicht erst mit an den Strand zu nehmen und gut verwahrt im Hotel zu belassen.

Video: Silber reinigen: Schmuck aus Silber sauber kriegen

Mit der richtigen Schmuckpflege im Sommer glänzen

Um Schmuck in der warmen Jahreszeit schützen zu können, bedarf es nur einiger weniger Punkte, die beachtet werden müssen. Dazu gehört zum Beispiel die regelmäßige Reinigung der Ringe und Ketten. Zur Schmuckpflege im Sommer gehört daher zumindest das Abwischen der Schmuckstücke mit einem Schmucktuch, damit Schweiß, Fett und Schmutz entfernt werden.

Andernfalls sammeln sich diese als kleine Schicht an dem betreffenden Teil an und lassen den Schmuck weniger glänzend wirken. Sind starke Verschmutzungen vorhanden, gehört zur Schmuckpflege im Sommer auch das Ultraschallbad. Ein solches kann jeder zu Hause haben und legt dort die Teile in ein wenig lauwarmes Wasser, das mit Spülmittel versetzt wurde.

Doch Vorsicht: Modeschmuck hat darin nichts zu suchen! Unechter Schmuck wird im Ultraschallbad gern schwarz und das ändert sich trotz aller Bemühungen beim Polieren nicht wieder.

Um den Schmuck wie neu wirken zu lassen, ist ein Gang zum Juwelier nicht zu vermeiden. Er übernimmt die professionelle Reinigung und poliert die einzelnen Teile wieder. Er kann auch Verschlüsse auf deren korrekte Funktion kontrollieren sowie eingeklebte Schmucksteine davor bewahren, einfach herauszufallen. Außerdem gibt er Tipps zur richtigen Schmuckpflege im Sommer sowie natürlich in allen anderen Jahreszeiten.

Ein letzter Tipp: Sitzen Ringe gerade im Sommer aufgrund leicht geschwollener Finger sehr fest, können sie mit ein wenig Seife oder Creme leichter vom Finger abgezogen werden. Beides sollte danach aber wieder gut entfernt werden, um ein Blindwerden des Schmucks zu verhindern.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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